Befreien von der Zuckerabhängigkeit – für ein besseres Leben – Birgit Böhm

März 10 / Podcast / von Mag. Julia Tulipan

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Birgit Böhm ist Dipl. Lebens- und Sozialberaterin mit dem Schwerpunkt Psychologische Beratung und seit vielen Jahren in einer eigenen Praxis in Wien tätig.

Birgit war selbst jahrzehntelang im „Zuckerbetrieb“ und in der Folge energielos, überfordert und stark übergewichtig. Für die Psychologische Beraterin gab es damals keine passende Hilfe. Selbstzweifel, Machtlosigkeit und Frust begleiteten sie jahrelang fast täglich. Nachdem sie endlich einen dauerhaften Weg raus aus diesem Teufelskreis fand, auf dem sie insgesamt 40 Kilo Übergewicht leicht und freudvoll hinter sich ließ, ebenso die Energielosigkeit und Migräne, traf sie die Entscheidung, ihre gesamte Erfahrung, ihr langjähriges Expertenwissen als Psychologische Beraterin und ihr ganzes Herzblut in ein nachhaltiges Unterstützungsangebot hineinzulegen: „Zuckerfrei-HeldInnen“.

Ihre Herzens-Vision: Menschen dabei unterstützen, sich nachhaltig von ihrer Zuckerabhängigkeit zu befreien – für ein besseres Leben.

Wir sprechen über:
– Die Zuckersucht und warum sie absolut real ist
– Warum du mit Willenskraft alleine nicht aus der Sucht kommst sondern es eine Veränderung der Denkweise bedarf
– Welche Wege raus führen aus der Zuckersucht. Du erst dein WARUM finden musst und wie Glaubenssätze im Weg stehen können

 

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Birgit Böhm ist diplomierte Lebens- und Sozial Beraterin mit dem Schwerpunkt Psychologische Beratung und seit vielen Jahren in einer eigenen Praxis in Wien tätig. Birgit war selbst jahrzehntelang im „Zuckerbetrieb“ und in der Folge energielos, überfordert und stark übergewichtig. Für die psychologische Beraterin gab es damals keine passende Hilfe. Selbstzweifel, Machtlosigkeit und Frust begleiteten sie jahrelang fast täglich. Nachdem sie endlich einen dauerhaften Weg raus aus dem Teufelskreis gefunden hat, auf dem sie insgesamt 40 Kilogramm Übergewicht verloren hat, leicht und freudvoll hinter sich lassen konnte und ebenso nun endlich die Energielosigkeit hinter sich gelassen hat, sowie die Migräne, traf sie die Entscheidung, ihre gesamte Erfahrung, ihr langjähriges Expertenwissen als psychologische Beraterin und ihr ganzes Herzblut in ein nachhaltiges Unterstützungsprogramm hineinzulegen. Sie nennt es „Zuckerfrei-Heldinnen“. Ihre Herzens-Vision: Menschen dabei unterstützen, sich nachhaltig von ihrer Zuckersucht und Zuckerabhängigkeit zu befreien für ein besseres Leben. Wir sprechen über die Zuckersucht und warum sie absolut real ist. Warum du mit Willenskraft allein nicht aus der Sucht rauskommst, sondern es einer Veränderung der Denkweise bedarf. Welche Wege herausführen aus der Zucker sucht oder du erst dein Warum finden musst und wie Glaubenssätze im Weg stehen können. Mehr spannende Interviews findest du auf meinem YouTube-Kanal oder auf evolutionradioshow.com . Du kannst mein Podcast über iTunes oder Spotify oder deinem bevorzugten Podcast Client abonnieren. Jetzt aber viel Spaß mit der Folge.

Wie du vielleicht weißt, habe ich selbst viele Jahre mit meiner Gesundheit und mit meinem Gewicht zu kämpfen gehabt. Ich bin mehr als 15 Jahre lang den offiziellen Empfehlungen gefolgt: Weniger essen, mehr trainieren. Und dann hatte ich am Ende Pre-Diabetes, Gewichtsprobleme, war chronisch erschöpft und hab auch mit depressiven Verstimmungen zu kämpfen gehabt. Die ketogenen Ernährung war für mich ja wirklich ein Rettungsanker und durch die Ernährungsumstellung hat sich für mich so vieles verändert. Mein Blutzucker hat sich normalisiert, meine Stimmung stabilisiert und ich bin auch wieder leistungsfähig geworden. Durch meine Arbeit als Ernährungsberaterin und natürlich auch durch meine eigene Erfahrung weiß ich, dass es eben nicht immer leicht ist, die richtigen Lebensmittel zu finden. Und ich möchte es allen Menschen da draußen, die es ausprobieren wollen, so leicht wie möglich machen, den Umstieg zu schaffen und die gleichen, ja schönen Veränderungen erleben zu können, wie ich sie erlebt habe. Gerade wenn man im Büro ist oder unterwegs, kann es schon wirklich herausfordernd sein. Einfache gute Lebensmittel, die Keto tauglich sind, gibt's kaum am Markt und viele enthalten einfach Soja, Gluten oder auch fragwürdigere Zucker-Ersatzstoffe wie Maltit, die eben dann eigentlich doch einen ganz schönen Blutzucker Ausschlag machen. Und aus diesem Grund haben mein Mann und ich zusammen Tulipans gegründet. Unser Motto ist es: Geschmack braucht keinen Zucker. Und so haben wir z.B. ein Knuspermüsli entwickelt, das natürlich ganz ohne Getreide und Zucker auskommt. Auch Cookie Bites in 3 verschiedenen Sorten oder unter anderem auch unseren einzigartigen Instant Bulletproof Coffee nach einem ganz eigenen Rezept haben wir entwickelt. Und richtig praktisch in kleinen Portionen Beutel zum Mitnehmen. Wenn du jetzt Lust bekommen hast, etwas von Tulipans Produkten auszuprobieren, dann hab ich noch einen Rabatt Code für dich, nämlich „Keto10“. Also schau einfach auf tulipans.com – Gehe dort in den Shop und löse den Rabatt Code „Keto10“ ein und du bekommst 10 Prozent auf alle Produkte im Warenkorb.

Julia: Liebe Birgit, herzlich willkommen zur Evolution Radio Show!

Birgit Böhm: Hallo! Vielen Dank für die Einladung, liebe Julia.

Julia:

Wir sprechen heute über Zuckersucht. Ein Thema, das zu sehr vielen, ja kontroversen Diskussionen einlädt. Auch ja wirklich die Meinung spaltet. Und umso mehr freue ich mich auch dieses Thema ansprechen zu können. Und zwar mit jemanden, der sich wirklich beruflich damit auseinandersetzt. Jemand, der sehr sehr viel Erfahrung zu dem Thema hat. Bevor wir aber richtig loslegen mit dem Thema Zuckersucht, was es eigentlich ist und wie man da auch wieder rauskommt – Vielleicht kannst du ein paar Worte zu dir sagen und was dich genau zu dem Thema Zuckersucht gebracht hat.

Birgit Böhm:

Okay, gerne, ja. Also mein Name ist Birgit Böhm und ich bin diplomierte Lebens- und Sozial Beraterin von Beruf und begleite so grundsätzlich Menschen in Krisen und Veränderungsprozessen. Und aus meiner eigenen Geschichte heraus habe ich mich vor ungefähr drei Jahren auf das Zucker-Thema spezialisiert, also ich begleite Menschen dabei, sich von ihrer Zuckerabhängigkeit zu befreien, aber nichts als Ernährungsexpertin, sondern wirklich auf mentaler und emotionaler Ebene. Weil das Zuckerthema ja ein sehr mentales und emotionales Thema ist und auch emotional wirklich sehr aufgeladen ist das ganze. Und auch wenn man ein Ziel erreichen möchte – d spielt ja auch die mentale und emotionale Ebene eine sehr große Rolle. Und ja, so wie ich zu dem Thema gekommen bin, hast du gefragt wo fange ich an?

Also so das Thema Ernährung grundsätzlich, oder eigentlich bei mir war es ja das Thema Übergewicht, das ist seit meiner Kindheit – also ich war als Kind und Jugendliche nicht übergewichtig oder so – aber das war Thema in meiner Familie. Also bei allen, wir haben eine große Familie: ich habe viele Onkeln und Tanten und alle haben irgendwie Angst gehabt, dass sie zu dick werden. Das war so dieses „man darf nicht soviel viel essen, sonst wird man dick“ –das war das Familien-Mantra. Ja, das hat man immer gehört. Und das hat mir meine Mutter auch immer gesagt. Also das mit dem bin ich groß geworden und das hat mich auch geprägt. Das wurde thematisiert und das hat etwas gemacht mit mir. Und ich habe das lange, sag ich jetzt mal, unter Kontrolle halten können. Ich sage immer, ich habe ein „Suchthirn“, weil ich war Raucherin. Ich habe früher viel, wirklich viel geraucht. Als ich so ungefähr 20 war oder so, ist Übergewicht das erste Mal ein Thema geworden und da war ich aber auch in einer bestimmten Lebenssituation und als die vorbei war, ist das Gewicht von alleine wieder runter gegangen. Und dann war es so – ich hätte mich jetzt auch niemals als zuckersüchtig oder als Zucker-Junkie bezeichnet. Wenn dann als Kohlenhydrate-Junkie.

Also Schokolade und so, das war gut, aber wenn ich die Wahl gehabt habe, hab ich zu Chips oder diesen Dingen gegriffen und ich konnte von Reis, Nudeln, Brot und Kartoffeln leben. Ich hätte nichts anderes gebraucht. Und das war aber nie so das riesen Problem, weil ich einfach auch viel geraucht hab statt gegessen und ich viel Sport gemacht habe, ich viel gearbeitet habe. Und so ist es nie Thema geworden. Und bei meiner ersten Schwangerschaft war es dann so, dass sich da sofort in meinem Kopf eine Stimme gemeldet hat, die gesagt hat „So, und jetzt kannst du essen, jetzt ist es wurscht.“ Und das hat mit bloß 30 Kilo beschert. Also das, was ich vorher unter Kontrolle gehalten habe, habe ich da einfach so gedacht: „Und jetzt ist es egal.“ Und ja, das hab ich letztendlich dann nicht mehr wirklich runter kriegt. Und jetzt überspringe ich quasi ein Jahrzehnt und kommt zum Dezember 2016, weil da war ich einem an einem Punkt, wo es einfach nicht mehr gegangen ist. Ich hatte ja 105 Kilo. Das war nicht mein Höchstgewicht, ich hatte sogar schon mal 115. Aber zum damaligen Zeitpunkt habe ich 105 Kilo. Und was hatte ich noch? Ich war permanent energielos und hatte zwei bis drei Migräne-Tage in der Woche. Das war wirklich schlimm.

Ich bin jeden Abend mit der Angst schlafen gegangen, dass ich am nächsten Tag mit Kopfweh munter werde. Ja, also das war wirklich ganz schlimm und ich hab zu dem Zeitpunkt – ich bin ja schon seit er seit ungefähr 15 Jahren hauptberuflich als Lebensberaterin in meiner Praxis tätig –und zu dem Zeitpunkt musste ich pausieren, weil einfach niemand mehr gegangen ist. Ich hatte keine Energie mehr und es ging mir einfach nicht mehr gut. Und ich habe während dieser Zeit eine Weiterbildung gemacht und zwar Case-Management und Angehörigen-Beratung mit Schwerpunkt Demenz. Das war, weil ich eine alte Dame begleitet hab, die eben zuckerkrank war und Alzheimer hatte. Und mich hat das Thema einfach mehr interessiert. Und dann bin ich der Zufall zu dieser Weiterbildung gekommen. Und da war ein Tag ein Ernährungtag quasi, da ging es um Ernährung und ich hab mir gedacht „Nein, bitte, ich will von dem Thema nichts mehr wissen. Ich will nichts mehr von Ernährung hören. Ich hab alles ausprobiert. Ich bin ein hoffnungsloser Fall und ich komme da sowieso nimmer mehr weg von diesen 105 Kilo. Und da hat es dann Klick gemacht bei mir. Da hab ich zum ersten Mal erkannt, dass Zucker mein Problem ist, also die vielen Kohlenhydrate.

Und wir sind da als Gruppe essen gegangen und wir waren da bei irgendeinem Asiaten oder so. Und ich hab dann einfach den Reis weggelassen und dachte „Okay, ich mach das jetzt einfach. Am Abend bin ich dann nach Hause gekommen und hab zu meinem Mann gesagt „So, ich esse jetzt keinen Zucker mehr, Kohlenhydrate lasse ich auch weg, das fahr ich jetzt alles voll runter um der schauen wir mal. Und ich glaub, das ist mein Problem. Und er hat gesagt „Ich bin dabei." Low Carb und ketogene Ernährung waren für mich fremd, ich hab davon noch nie was gehört. Ich habe mich da ja in kurzer Zeit eingelesen und es hat funktioniert. Eineinhalb Jahre später hatte ich dann vierzig Kilo weniger.

Julia:

Wahnsinn, das ist auch eine gewaltige Reise, die du da hinter dir hast und ja, manchmal braucht es eben so Schlüsselmomente und auch die richtige Information zur richtigen Zeit. Man muss auch natürlich bereit sein in dem Moment und dann kann es wirklich, wirklich gut laufen wie du sagst. Super spannend. Aber ich würde jetzt gerne eben den Schritt weiter machen. Wirklich zum Thema Zuckersucht, weil du hast es zwar gesagt, du hättest dich eigentlich nur von Kohlenhydraten ernähren können. Und uns ja auch bewusst ist, wenn wir von Zucker reden, meinen wir natürlich im weiteren Sinne auch alle anderen Kohlenhydrate, die wir jetzt so in der landläufigen Bezeichnung jetzt nicht direkt als Zucker benennen würden.

Aber vielleicht kannst du ein bisschen erklären, warum bezeichnest du das auch als Zuckersucht, als Sucht? Wieso ist es deiner Meinung nach auch ein angebrachter Begriff? Weil es gibt da doch immer wieder Stimmen, die sagen „Quatsch, es ist keine Sucht." Und in Wirklichkeit ist es ja irgendwo eine i-Tüpfelchen-Reiterei, wie man es jetzt bezeichnen mag. Aber ich glaube, dass es für viele schon auch eine Art von vielleicht befreiende und wirklich augenöffnende Sache sein kann, wenn man weiß, ja, es ist eine Sucht und genauso muss ich sie behandeln. Aber es gibt auch Wege da raus. Aber vielleicht fangen wir mal an – Warum Zuckersucht und wie siehst du das?

Birgit Böhm:

Ja, also die Definition der WHO ist ein Zustand periodischer oder chronischen Vergiftung, hervorgerufen durch den wiederholten Gebrauch einer natürlichen oder synthetischen Droge. Zucker ist noch nicht als Droge deklariert. Also aus meiner Sicht heraus: ich war zuckerabhängig und zwar – und das finde ich das Wichtige dran, sowohl körperlich, also ich habe diese körperliche Zuckerabhängigkeit so gespürt. Und es ist ja so, bei einer Sucht spielen immer ein paar Faktoren mit: Eben dieses starke Verlangen. Und das ist beim Zucker gegeben. Diese mangelnde Selbstkontrolle und der Bedarf nach immer größeren Mengen. Wir wissen, dass es bei Zucker einen Gewöhnungseffekt gibt. Und das heißt ich will mehr, ich will mehr. Und das hat sich bei mir über die Jahre so super gezeigt, das ist tatsächlich immer mehr geworden. Also für mich ist es eine klare Abhängigkeit, wie immer man das auch bezeichnen möchte. So umgangssprachlich wird die Sucht ja als Abhängigkeit von einer Substanz oder einem Verhalten bezeichnet. Ja, von deiner Verhaltensweise. Ja, das ist so so umgangssprachlich die Definition und die Substanz ist in dem Fall der Zucker, der ja was mit unserem Körper macht und der uns aus meiner Sicht körperlich abhängig macht.

Weil der Körper schreit ganz laut danach und da bist du Expertin, das weißt du einfach ganz gut, was da biochemisch passiert und dass wir eben auch mental und emotional davon abhängig sind, weil man irgendwann dann das Gefühl hat, man muss den Zucker haben. Also da geht es um diese Verhaltensweise. Ich will mit dem Zuckerkonsum, einem bestimmten Seinszustand herstellen. Eigentlich ist es der Seinszustand, den wir hervorrufen wollen. Man lernt ganz früh, dass Zucker gegen Stress hilft. Das ist meistens das erste, das ich höre. Zucker hilft gegen Stress. Ja, das tut er natürlich nicht wirklich. Aber das haben wir uns antrainiert. Wir können jetzt Sucht dazu sagen, wir können Abhängigkeit dazu sagen, oder Gewohnheit. Ja, es ist alles – wie soll ich sagen? Wir wollen diesen Seinszustand herstellen.

Julia: Ja, absolut.

Birgit Böhm:

So dieses, ich hab jetzt den ganzen Tag Stress gehabt, ich komme nach Hause und ich habe ein bestimmtes Bedürfnis, eben z.B. nach Ruhe. Und dann holen wir uns das über Süßigkeiten und Co. Und das ist ja in Wirklichkeit – also in Wirklichkeit nicht – aber das ist der einfachste Weg. Es ist der, den wir gewohnt sind. Ja, es ist einfacher, sich Süßigkeiten reinzuschmeißen, als laufen zu gehen oder spazieren zu gehen, um den Kopf freizubekommen.

Julia:

Ich denke, da hast du was wichtiges angesprochen, also diesen Seinszustand, den man ja damit erreichen möchte. Und meistens ist es ja Entspannung, Wohlbefinden. Und einerseits hat das natürlich mit ja Erlerntem zu tun. Also das kann man oft ganz schwer trennen, glaube ich, weil wir ja, wenn ich mal denke, die Prägung auf süß ja schon oft sehr, sehr früh beginnt und immer schon mit Belohnung oder mit sich um jemanden kümmern. Also wenn wir zurückdenken, glaube ich, dass auch das Zeigen von Zuneigung usw. ganz stark mit Süßigkeiten oft schon verknüpft wird von frühester Kindheit an. Das heißt, diesen Aspekt kann man ja gar nicht trennen. Auf der anderen Seite haben wir nachweislich biochemische Reaktionen im Belohnungssystem. Dementsprechend macht es natürlich auch biochemisch Sinn. Und ich denke, was vielleicht auch noch ein wichtiger Aspekt der Sucht ist, dass ich ein Verhalten, von dem ich weiß, dass es schädlich ist, nicht ändern kann. Und das ist ja oft der Fall und das wirst du sicherlich erleben bei deinen Klientinnen. Und das erlebe ich, dass viele sagen Ich weiß, das tut mir nicht gut, aber ich kann nicht anders. Und in dem Moment denke ich, das ist doch ganz klassisch eine Sucht, wenn ich mir eines schädlichen Verhaltens bewusst bin, aber es nicht ändern kann.

Birgit Böhm:

Ja, ja, genau genauso ist es. Und das ist das Schlimme dran und das Serkehrte dran an dem Ganzen. Aber wir haben es so gelernt. Unsere Konditionierungen sind immer stärker als unser Wille. Der Wille macht nur einen ganz kleinen Prozentanteil aus. Und diese Konditionierungen, wie du sagst, von klein auf. Ich wurde ganz oft mit Zucker belohnt, in Wirklichkeit ständig. Und auch ich bin quasi bei meinen Großeltern, kann man so sagen, aufgewachsen. Und für die, die waren eine Kriegsgeneration – und für die waren zwei Dinge wichtig, nämlich dass es im Winter immer warm ist und dass immer genug Essen da ist. Und für mich war Essen oder auch ja einfach Essen grundsätzlich mit Sicherheit mit Geborgenheit und Nähe gekoppelt. Ja, Essen ist nicht Essen, sondern Essen ist Sicherheit. Mehr Geborgenheit. Das ist mit ganz viel Emotion verknüpft. Ich habe eine Klientin, die sagt, die Buttersemmel ist Liebe für sie. Weil die hat sie immer von der Oma kriegt. Und die Buttersemmel ist keine Buttersemmel. Die Buttersemmel ist diese Geborgenheit, die sie bei der Oma gekriegt hat.

Und wenn ich dafür kein Bewusstsein hab, ja dann weiß ich's nicht, dann tue ich es einfach. Und was ich auch beobachte ist, dass so bei bestimmten Lebensthemen, beruflich oder so macht sich jeder Gedanken „Was will ich werden, was will ich machen? Welche Ziele hab ich?“ Beim Körper tut man das nicht so unbedingt. Also welche Ziele habe ich, was will ich erreichen? Wo möchte ich stehen? Wie soll es mir körperlich mit 50 gehen z.B. Wie möchte ich mich fühlen?

Julia: Ja, das stimmt.

Birgit Böhm:

Das legen wir in der Regel nicht fest und es kommt auch viel darauf an, welche Vorbilder hatte ich? Wenn die Eltern schon gut auf das geschaut haben, wenn die da auch sehr bewusst damit umgegangen sind, dann hab ich eine andere Ausgangssituation, als wenn das eben nicht so war. Dann muss man sich das so erkämpfen oder erobern selber dann später einfach.

Julia:

Stimmt. Du hast es doch vorher schon angesprochen. Und zwar die Willenskraft, da hast du eben gesagt, ja, wir versuchen mit Willenskraft da ranzugehen. Und das ist eben ja meistens zum Scheitern verurteilt, weil ja Willenskraft etwas Endliches ist, es ist quasi eine endliche Ressource, die man aufbrauchen kann tatsächlich? Ja. Und du sagst auch, dass eben nicht der Willenskraft bedarf, sondern einer anderen Denkweise. Vielleicht kannst du da ein bisschen erklären, was du damit meinst.

Birgit Böhm:

Also so die Willenskraft, die kann ich dazu verwenden, dass ich sage „Okay, ich lege jetzt los, ich starte los. Ich will was verändern und das passt.“ Aber auf Dauer funktioniert es dann eben nicht, weil Willenskraft eben eine limitierte Ressource ist. Jetzt kann man sich so vorstellen, dass man der Früh, wenn man gut ausgeschlafen ist, wenn man gut geschlafen hat, dann ist dieser Willenskraft-Akku voll, da ist genug drin. Das kennen auch viele: Ich kenne das auch gut von mir, dass man in der Früh sagt: „Heute gehe ich es an.“ Oder früher eben, wie ich noch Zucker gegessen hab, hab ich gesagt: „Ja, heute esse ich keinen Zucker. Heute packe ich es wieder an." Und man glaubt sich das auch wirklich. Da ist einfach wirklich viel Willenskraft da und im Laufe des Tages verbraucht man dann diese Willenskraft. Nicht nur um Dingen zu widerstehen, also nicht nur indem man Dingen widersteht, sondern auch wenn man Entscheidungen trifft. Also auch da verbraucht man Willenskraft und wir treffen ja zig tausende Entscheidungen pro Tag, also wirklich viel. Und im Laufe des Tages ja, leert sich dieser Akku. Und am Abend findet man sich dann auf der Couch mit den Süßigkeiten wieder und denkt sich, ja das gibt's ja nicht, wie kann das jetzt sein. Ja, weil die Willenskraft weg ist. Und wenn das der Motor ist, dann funktioniert es nicht. Weil für Willenskraft muss ich immer Energie verbrauchen, solange ich noch das Gefühl hab – zum Beispiel jetzt – ich brauch Zucker, um meinen Stress loszuwerden. Man muss ich ja mit Willenskraft ankämpfen dagegen und die vergeht, aber, die steht nicht immer zur Verfügung und irgendwann funktioniert es dann wieder nicht. Das heißt, es geht darum, die Denkweise zu verändern, also dieses wegzukommen von dem „Ich brauch Zucker oder ich muss Zucker haben“, um was auch immer, um Stress abzubauen, um irgendwelche Bedürfnisse zu erfüllen. Wenn ich das verändern kann, diese Denkweise, dann komm ich gar nicht mehr auf die Idee.

Also bei mir was wirklich so, ich hab ja bevor sich dieser Schalter bei mir da umgelegt hat an dem einen Tag, hab ich ja ganz viele Dinge davor abgemacht. Auf mentaler und emotionaler Ebene, so wie du das vorhin gesagt hast. Eben, dass man auch offen ist dafür, für diesen einen letzten Schritt, der dann letztendlich dazu führt, dass man es dann umsetzen kann. Das heißt, ich hab mein Mindset, also mein Gedankengut schon vorher verändert. Ich war auch emotional nicht mehr an Zucker gebunden, sozusagen ja, ich war nicht mehr abhängig davon und ich hab auch da nix mehr damit verbunden und mir nichts mehr davon versprochen, wenn mich jetzt Zucker esse, dass ich mich jetzt besser fühle oder so..

Julia:

Das klingt jetzt so einfach, wenn du das so sagst. Ja, das ist ja eben ein Prozess. Und was sagst du, welche Strategien gibt es? Welche Tools, welche Techniken oder welche Voraussetzungen vielleicht müssen geschaffen sein, damit ich Erfolg habe, damit ich da rauskommen, damit ich meine Denkweise ändern kann? Vielleicht aus deiner Erfahrung. Und was kannst du kannst du da so mitgeben?

Birgit Böhm:

Das ist die große Frage. Ich möchte kurz noch vorher erzählen. Ich habe ja als psychologische Beraterin ganz viel Selbsterfahrung gemacht. Ich habe 15 Jahre an diesem Thema gearbeitet. Ich habe ganze Ausbildungen gemacht, nur damit ich dieses Thema in den Griff bekomme. Ich habe Psychotherapie gemacht. Ich war sogar beim indonesischen Heiler. Ich wär fast nach Brasilien geflogen. Also ich habe wirklich gefühlt alles versucht, sowohl in der Ernährung als auch auf psychischer, mentaler, emotionaler Ebene und habe das Gefühl gehabt, ich komm irgendwie nirgends wirklich weiter. Und ich will jetzt auf keinen Fall sagen, dass das irgendetwas nicht gut war davon. Es hat alles eine Wirkung gezeigt, und es war alles ganz wichtig. Was letztendlich dann dazu geführt hat, dass ich es wirklich schaffe, war letztendlich die Meditation. Das klingt jetzt ganz komisch, aber ich war bei einem Amerikaner, der da Dr. Jody Spencer, der mit Meditation, mit geführten Meditationen, Menschen dabei hilft, ihre Ziele zu erreichen. Und ich hab mir ein Dreivierteljahr – täglich habe ich fünfundzwanzig Minuten meditiert und mir wirklich vorgestellt, sowohl mental als auch, ich bin auch in das Gefühl hineingegangen: Ich habe den Körper, den ich mir wünsche, und das hat ganz viel gemacht. Also meine erste Erkenntnis war eben Zucker ist mein Problem. Also nein, die ist dann erst eigentlich gekommen.

Die erste Erkenntnis war so dieses ich muss dranbleiben an dem und ich muss wirklich meine Gedanken verändern und mein Gefühl. Ich muss mich mental und emotional sozusagen entkoppeln von dem Ganzen. Und darum hab ich auch mein Buch geschrieben, weill es nicht die eine Methode gibt. Es ist nicht so, dass ich jetzt sagen kann, wenn du das machst, dann schaffst du es. Ich habe einfach geschaut, was hat mir geholfen und das waren mehrere Aspekte. Einmal eben dieses Bewusstsein, was Zucker mit dem Körper macht. Um nochmal zu schauen, was passiert denn wirklich im Körper.

Julia:

Quasi, das wäre jetzt so die die biologische rationale Ebene vielleicht oder wie ich jetzt sage beim Rauchen, dass ich mir bewusst bin – Ja, ich weiß, das erhöht mein Risiko für Krebs. Und es ist schlecht für mich. Oder erst mal, hast du dir auf dieser Ebene es bewusst gemacht, das war ein Aspekt.

Birgit Böhm:

Also die Angst war es nämlich nicht. Also man weiß ja, was Zucker macht mit dem Körper und ich hatte auch Sorge um meine Gesundheit. Aber das war nicht das, was mir letztendlich geholfen hat. Das war es nicht, was mich in Bewegung gebracht hat, sondern dieses Verständnis dafür, was in meinem Körper passiert. Diese Abhängigkeit, wenn ich Zucker esse. Mir war nicht klar, dass Kohlenhydrate als Glukose im Körper landen, dass die genauso mein Problem sind. Und drum liebe ich die ketogene Ernährung und low-carb Ernährung so, weil mich die auf biochemischer Ebene so wunderbar unterstützt. Also das Mentale und Emotionale – das war einfach mal so wichtig zu verstehen. Mein Körper kann ja gar nicht anders, als ständig nach Kohlenhydraten oder nach Zucker zu schreien. Dieses Verständnis hat mir irrsinnig geholfen. Das war eben auch der Grund, warum ich das Buch geschrieben habe. So die Basisarbeit zu machen, nämlich zu schauen, wo stehe ich. Wie gehts mir grad mental und emotional? Also dass ich meinen Ausgangspunkt habe und sag „So und da gehe ich jetzt weg.“ Und dann Bewusstsein dafür zu schaffen, wie sich unsere Denkweise auf unser Leben auswirkt. Nämlich, ich kann immer nur so handeln, wie ich denke und fühle. Ich kann immer nur so handeln, wie ich denke und fühle. Und niemals anders. Und dafür Bewusstsein zu schaffen und zu sagen „Okay, was ist meine Denkweise und welche Denkweise brauche ich, damit ich sozusagen – mit meinem Wort jetzt – Zuckerfrei-Heldin sein kann.

Eine Zuckerfrei-Heldin hat eine ganz andere Denkweise als ein Zucker-Junkie. Und das ist wichtig, sich das bewusst zu machen, zu schauen, welche Glaubenssätze hab ich und welche Glaubenssätze hindern mich daran, dass ich meine Handlungen letztendlich dann verändern kann. Dann finde ich es auch ganz, ganz, ganz, ganz wichtig, ein starkes Warum zu haben. Ja, warum will ich das wirklich? Warum will ich auf Zucker verzichten? Und da kann man ruhig mal 15 Warums aufschreiben, die in einem so fallen und ein oder zwei starke Warums werden dann wahrscheinlich übrig bleiben. Bei mir war z.B. ein Warum meine Tochter tatsächlich. Weil ich einfach mit 40 Kilo Übergewicht konnte ich erstens nicht der Mensch sein, der ich sein wollte und der ich tatsächlich bin. Mit 40 Kilo Übergewicht – dass ist wie immer mit so einemRucksack drauf – ist man einfach ganz stark gebremst. Und ich konnte nicht der Mensch sein, der ich sein wollte und ich konnte auch nicht die Mutter sein, die ich sein wollte, weil ich eben ganz oft mit Kopfschmerzen auf der Couch gelegen bin und ich viele Dinge einfach nicht tun konnte. Das hat mir mein Herz gebrochen. Und auch so dieses, ich möchte meiner Tochter ein gutes Vorbild sein. In Bezug auf, ich will ein gutes Leben leben und sie soll in mir ein Vorbild haben, einen Menschen, wo sie es sieht: ja, das ist ein gutes Leben. Und es ist auch was, das mich tatsächlich jetzt noch berührt, wenn ich davon spreche. Und und das ist so einfach, dass man ein Gefühl kriegt fürs Warum. Etwas, das einen wirklich zieht. Und dieses Warum trägt mich einfach die ganze Zeit und das kostet mir keine Energie, sondern es gibt mir Energie. Und auch für meinen Beruf ich brenne für meinen Beruf, ich liebe meinen Beruf und das konnte ich auch nicht mehr so ausüben. Das sind also Dinge, die mir einfach wichtig sind und dass man da wieder den Fokus legt und sagt: deswegen, darum zahlt es sich aus.

Und auch eine gute Zielarbeit, zum Beispiel, das ist auch ganz, ganz wichtig. Wir sissen immer nur, was wir nicht wollen, aber wir haben kein klares Bild davon: Wo will ich hin? Wie möchte ich mich physisch fühlen? Wie soll es mir physisch gehen? Wie möchte ich mich mental fühlen? Wie möchte ich denken? Wie möchte ich fühlen. Und das wirklich auszuarbeiten, auch wirklich ein Bild davon zu haben und das auch aufzuschreiben. Ich bin überhaput keine Freundin vom Aufschreiben. In meinem Buch sind auch viele, viele Zeilen drin, wo man schreiben kann, weil das einfach verbindlicher ist, wenn man etwas aufschreibt. Also das sind alle so, Aspekte, die einfach wichtig sind, die so eine gute Basis hergeben. Die sind so ein gutes Fundament, damit man es dann gut schaffen kann. Weil wenn ich so sag: „Ja naja, ich verzicht halt oder so. Ja, das ist so.. Ja, aber wofür und warum.

Julia:

Das war jetzt super, wirklich, wirklich gut, was du gerade gesagt hast. Und man merkt, dass das dich dein Warum wirklich berührt. Und ich glaube, das ist eben die große Herausforderung, dieses Warum zu finden. Und es bedarf sicherlich einiges Graben, weil zuerst kommen so die oberflächlichen Sachen, bis man herausfindet, wofür man es wirklich macht. Ich könnte mir vorstellen, also ich wollte dich eigentlich fragen – wenn jetzt deine Klientinnen, die zu dir kommen – ich nehme an, dass die auf verschiedenen Ebenen sind, aber potentiell schon wissen in Richtung, dass es um diese Zuckers sucht geht, oder?

Birgit Böhm: Ja, oder?

Julia:

Das heißt, dieses Bewusstsein ist da und du hilfst ihnen durch all diese Schritte durch, die du da hast, oder?

Birgit Böhm: Genau, so ist es. Also ich helfe ihnen da durch. Und auch wenn die auch so Glaubenssätze – es gibt da noch gute Methoden um Glaubenssätze auflösen zu können, quasi. Auch schon mal einen Glaubenssatz zu formulieren, kann eine Herausforderung sein, wenn man es noch nicht gewohnt ist, wenn man das noch nie getan hat oder so.. Und auch diese Glaubenssätze auflösen, da gibt's wunderbare Methoden, zwei davon hab ich im Buch beschrieben.

Julia: Hast du dein Beispiel? Was ist z.B. so ein Glaubenssatz, der aufkam?

Birgit Böhm:

Ich brauche Zucker, um glücklich zu sein zB. Also die Menschen fragen sich wirklich, was hab ich für ein Leben, wenn ich keinen Zucker mehr esse. Das is ja kein Leben. Und ja, ich kann es nachvollziehen von früher, wenn ich es nicht selber erlebt hätte. Also so, ich brauche Zucker um glücklich zu sein und das fühlt sich dann auch wirklich so an! Eine Klientin hat es letztens so formuliert, so quasi, wenn man ihr den Zucker jetzt jemand wegnehmen würde, das wäre, wie wenn man ihr die große Liebe wegnehmen würde. Also wirklich so, dann wäre ein riesen Trennungsschmerz da. Also das ist wirklich ein absolut emotionales Thema, wo eine emotionale Bindung da ist. Im Endeffekt geht es eh nicht um den Zucker, es geht nur um den Seinszustand, den man sich dadurch holt und das, was man damit verbindet ganz einfach.

Julia:

Ja, super treffend. Ich habe jetzt auch so schmunzeln müssen, weil natürlich kenne ich das von früher von mir selber. Ich mein, ich hab ja das selber durchgemacht. Aber natürlich auch von der Familie oder von Klientinnen, wo man sagt ja, aber du mir jetzt das auch noch wegnimmst, was hab ich dann noch. Also es ist sozusagen meine einzige Lebensfreude. Eben wenn man das so definiert, ist das natürlich quasi in dem Moment fast unvorstellbar eigentlich, das wegzulassen. Umso toller finde ich, dass du dich darum kümmerst und dass du natürlich, – weil ja nicht jeder zu dir kommen kann und deine Zeit auch begrenzt ist – dein Wissen eben in einem Buch auch zusammengefasst hast: „Vom Zucker-Junkie zur Zuckerfrei-Heldin“. Und wie du auch schon erwähnt hast, es sind Übungen drin, es sind Zeilen drin, wo man auch selber schriftlich ein bisschen was niederschreiben kann, wo man Übungen wirklich durchführen kann.

Birgit Böhm:

Es sind auch Meditationen – ich hab 3 Meditationen insgesamt, die man auf meiner Homepage auf der Buchseite findet, die Beschreibungen sind dann im Buch dabei. Ja, also ich hab wirklich versucht, so eine Mischung aus Autobiografie, meine Geschichte – weil ich weiß, ich erzähle jetzt nicht von mir, weil ich es unbedingt von mir erzählen möchte, sondern weil es den Menschen einfach hilft. Die sagen alle, Birgit, du hast das für mich geschrieben. Genauso geht es mir, wie es dir gegangen ist. Ja, und ich möchte einfach aufzeigen – ja, ich weiß, wie es dir geht und ich weiß, wie das ist. Und ich weiß aber auch, dass man es schaffen kann. Ja, das funktioniert einfach mit Dranbleiben. Und es ist einfach ganz wichtig auch zu schauen, so wie du das vorher sagtest, so dieses was bleibt mir dann noch im Leben? So, wo fehlt mir dann die Freude? In welchen Lebensbereichen? Das ist ganz oft die Partnerschaft oder der Beruf. Diese zwei Lebensbereiche. Da gilt es dann auch etwas zu verändern und darum hab ich mich auf das Thema spezialisiert, weil das Thema Zucker so vielschichtiges und in so viele Bereiche hineinspielt und man oft einfach auch wenn es eben ein Partnerschaftsthema gibt, viele einfach Zucker essen – ich nenne es mal Zucker–, um einfach alles beim Alten zu lassen. Und wenn man das dann verändert und der Körper verändert sich dann wackelt es oft ganz schön im Leben und dann wirds holprig. Und dann ist es einfach gut, wenn jemand da ist, der einen begleiten kann auf diesen Ebenen.

Julia:

Ja, das stimmt natürlich. Auch auf das muss man dann vorbereitet sein. Und das ist vielleicht dann mitschwingend auch oft ein Grund, warum es eben nicht zu Veränderung kommt. Weil man natürlich auch Angst hat irgendwo. Manchmal ist ja der Statur quo, auch wenn das irgendwie mühsam ist, aber etwas Bekanntes, etwas, was uns Sicherheit gibt. Und das Unbekannte ist noch angstmachender als der Status, in dem ich mich gerade befinde, auch wenn ich eigentlich gar nicht so glücklich bin. Und da gehört viel dazu. Ja, liebe Birgit, super spannendes Thema. Du hast es sehr, sehr schön umrissen. Wo können jetzt die Zuhörer und Zuschauer mehr über dich erfahren? Wo können sie das Buch – wo findet man das Buch und mehr zu dir selber und deinen Angeboten?

Birgit Böhm:

Also mehr zu mir: Unter www.birgitboehm.at, auf meiner Homepage. Das Buch kann grundsätzlich überall im Buchhandel bestellt werden. Also das gibt's überall. Wenn sich jemand eine Widmung wünscht, dann gerne auch bei mir bestellen. Ich habe immer ein paar Exemplare da, die ich gern verschick. Ja und ansonsten auf meiner Homepage.

Julia:

Sehr gut. Ich werde natürlich sowieso alles verlinken in den Shownotes, damit dich auch jeder finden kann, weil ja mega spannendes Thema. Sehr sehr wichtig. Freue mich, dass du dir Zeit genommen hast, dass man drüber gesprochen haben. Und ich bin mir sicher, da haben sich jetzt ganz viele wiedererkannt. Hoffentlich haben wir einen kleinen Anstoß geben können, auch Mut machen können, zu sagen: Erkennen, was es ist und es gibt Wege raus. Der Weg ist manchmal holprig und vielleicht nicht ganz einfach, aber es zahlt sich aus.

Birgit Böhm: Ja, genau. Vielen Dank für das schöne Gespräch.

 

Birgit Böhm

Website:  http://www.birgitboehm.at

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Podcast: „Zuckerfrei-HeldInnen – Der Podcast für ein leichtes und erfülltes Leben“

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Vom Zucker-Junkie zur Zuckerfrei-Heldin – Autobiografischer Ratgeber für Menschen, die sich von ihrer Zuckerabhängigkeit befreien wollen. In ihrem Buch „Vom Zucker-Junkie zur Zuckerfrei-Heldin“ räumt Birgit Böhm ein für alle Mal mit dem hartnäckigen Mythos auf, dass man nur genug Willenskraft braucht, um dauerhaft auf Süßigkeiten & Co verzichten zu können.

Kennst du das? Du nimmst dir vor, weniger zu naschen oder dich generell gesünder zu ernähren, denn eigentlich weißt du, was dir gut tut und was nicht. Doch am Ende des Tages sind alle Vorsätze verschwunden und die schlechte Gewohnheit Zucker siegt, wie so oft zuvor.

Birgit Böhm erging es lange Zeit genauso. Die Dipl. Lebens- und Sozialberaterin hatte früher 40 Kilo Übergewicht und chronische Migräne. Ihren destruktiven Essgewohn-heiten fühlte sie sich machtlos ausgeliefert. Obwohl sie über Psychologie und Ernährung bestens Bescheid wusste, konnte sie dieses Wissen nicht umsetzen. Bis sie den Ausstieg schaffte! Wie es ihr gelang, aus diesem Teufelskreis auszusteigen, und warum das auch jeder andere kann, beschreibt die Autorin in ihrem Buch.

Doch wenn es nicht die Willenskraft ist, die hilft, bei Süßigkeiten & Co zu widerstehen, was ist es dann? Berührend ehrlich erzählt die Autorin von ihren wertvollen Erfahrungen. Sie beschreibt, wie die innere Arbeit ihr half, die mentale und emotionale Stärke zu finden, um den berühmt-berüchtigten inneren Schalter umzulegen. Sie erzählt nachvollziehbar vom Mindset-Shift, dem Lösen von Blockaden und intensiven Meditationen. Die Autorin setzt genau dort an, wo nach wie vor kaum jemand hinschaut: bei den inneren Strukturen, die den Verzicht unmöglich machen. Liebevoll nimmt sie ihre Leser*innen bei der Hand und hilft ihnen, sich innerlich gut auf einen entspannten Zuckerverzicht vorzubereiten.

Dieses Buch beinhaltet eine inspirierende Mischung aus Impulsen, praktischen Übungen und konkreten Schritten, durch die es gelingen kann, in Bezug auf Süßigkeiten & Co umzudenken und sich mental und emotional zu stärken. Das Resultat dieses Umdenkprozesses ist die Zuckerfreiheit, mit der ein Verzicht auf Süßes selbstverständlich wird. Das wiederum verändert ein Leben: Zuckerfreiheit hilft nicht nur beim Abnehmen und dabei, dauerhaft seinen gesunden Wohlfühlkörper zu erhalten. Zuckerfreiheit schenkt Lebensfreude, Selbstvertrauen und ein konstant hohes Energielevel.

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Mag. Julia Tulipan

Über den Autor

Julia Tulipan ist Biologin (Mag.) und Master of Science in klinischer Ernährungsmedizin. Sie ist Speakerin, Dozentin und Best Seller Autorin ("Keto Kompass") und schreibt für verschiedene Magazine (u.a. Super You)sowie für ihr eigenes Blog JuliaTulipan.com vor allem zu den Themen ketogene und artgerechte Ernährung und Bewegung. Julia hat selbst lange mit ihrer Gesundheit gekämpft. So wurde ihr Interesse an gesunder Ernährung geweckt. Seither hat sie sich mit Low Carb und der Keto-Ernährung Stück für Stück mehr Lebensqualität zurück erkämpft.

Mag. Julia Tulipan

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