Selbstgemachter LCHF Proteinriegel
Gerade wenn man unterwegs ist oder einen schnellen Snack nach dem Sport oder auf Reisen benötigt, fällt es einem oft schwer ein Low Carb – taugliches, gesundes Essen zu finden. Nüsse und dunkle Schoko sind zwar eine gute Snack-Alternative, aber die Kohlenhydrate in den Nüssen und der Schoki können recht schnell zu viel werden. Eine adäquate und möglichst auch noch unseren qualitativen Ansprüchen entsprechenden Proteinquelle zu finden gestaltet sich in diesen Situationen oft als unmöglich. 

Genau für solche Situationen eignet sich dieser selbstgemachte Protein-Riegel besonders gut. Ein Riegel enthält nur 3,9 g Kohlenhydrate, aber eine gute Menge Fett aus dem Mandelmus und über 20 g hochwertiges Molkeprotein. 

Menge: 10 Riegel

Zutaten
  • 100
    g
    Mandelmus
  • 100
    g
    Ananas
    aus der Dose, ungezuckert
  • 200
    g
    Proteinpulver (Whey/Molke oder Casein)
    natur, 80%
  • 120
    g
    Hühnereiweiß
    aus den Dottern kann man super Mayonnaise machen
  • 50
    g
    Erythrit
  • 50
    g
    Kokosraspeln
  • 50
    g
    Mandeln
    grob gehackt
  • 50
    g
    goldene Leinsamen
  • 1
    TL
    Zimt
  • Mark einer Vanilleschote

Anleitung
  1. In einem Multizerkleinerer oder mit einem Stabmixer die Ananas pürieren.
  2. Zimt, Erythrit, Vanillemark und Eiweiß zur Ananas geben und noch einmal gut durch mixen.
  3. Dann nacheinander Molkeproteinpulver, Kokosraspeln, gehackte Mandeln und Leinsamen untermischen.
  4. Eine kleine Auflaufform oder Backform (20x30cm) mit Backpapier auslegen und die Masse einfüllen und glatt streichen.
  5. Bei 160 °C  ca. 20 Minuten backen. Immer wieder kontrollieren. Der Riegel wird trocken wenn er zu sehr durchgebacken ist.
  6. Wann ist der Riegel fertig? Die Masse sollte sich außen fest anfühlen, sticht man mit einem Zahnstocher oder einem Metallspieß hinein so sollte noch etwas Teig kleben bleiben. Auf Englisch würde man diesen Zustand als „half baked“ bezeichnen.
  7. Form aus dem Ofen nehmen und am besten auf einem Rost vollständig auskühlen lassen. In 10 gleichmäßige Stücke schneiden und im Kühlschrank aufbewahren. Die Bars sind leicht klebrig, darum für den Transport in Butterbrotpapier einwickeln.

Notizen

Nährwerte pro Riegel Brennwert 293 kcal/ Protein 22,5g/ Fett 14,2g/ Kohlenhydrate 3,9g/ Ballaststoffe 5,2g

Nährwerte über www.fddb.de berechnet.

Korrektur 04.08: Paleo durch Low Carb ersetzt.

  • Zu diesem Rezept gab es vor kurzem auf unserer Facebook Seite eine lange Diskussion. Ich werde das Rezept in Kürze noch einmal nachbacken und schauen. Vermutlich ist das Proteinpulver oder ein anderer künstlicher Süßstoff versehentlich in einer der Zutaten. Aspartam oder Acesulfam K zerlegen sich bei der Hitze und dadurch kommt oft ein bitterer Geschmack.

    Camilla
    ich habe gestern deine Homepage entdeckt und habe im Blog das Rezept für die LCHF-Proteinriegel gefunden. Das klingt äußerst lecker und ich möchte es so bald wie möglich ausprobieren. Ich backe seit einiger Zeit selbst Riegel, aber die Zutaten sind doch etwas anders. Da ich mich im Moment nach Atkins/Phase 1 ernähre, soll ich ja nicht über 20 g Nettokohlenhydrate/Tag kommen. Bei deiner Berechnung der Kohlehydrate hast du das Erythrit nicht gerechnet, oder? Laut Nährwertangaben hat es ja dennoch 100 g Kohlenhydrate auf 100 g Erythrit. Ich würde dann auf rund 7,57 g Kohlenhydrate pro Riegel kommen (auf doppelt so viel wie du).

    Gesendet von Julia Tulipan
    Hallo Camilla, freut mich dass dir meine Seite gefällt. Ja genau, ich hab die carbs aus dem. Erythritol nicht gerechnet, weil das nicht verstoffwechselt wird. Man könnte auch gesamt carbs angeben und wieviele Gramm davon Zuckeralkohole sind.

    Camilla
    ich hab gestern die Riegel gemacht und irgendwas ist da schief gegangen. Sie haben einen total bitteren Nachgeschmack… Hab mich genau an das Rezept gehalten. Woran kann das liegen?

    Gesendet von Julia Tulipan
    Bitter?! Das ist ja komisch… War irgendwas von den Zutaten vielleicht nicht mehr in Ordnung? Ich kann mir nicht erklären warum sie bitter geworden sind. Vielleicht zu viel Zimt? Zimt kann einen bitteren Nachgeschmack haben. Das tut mir auf jeden Fall sehr leid. Ich habe die schon mehrfach gemacht und nie ein Problem gehabt. Ich werde in Zukunft auch immer genau die Marken hinschreiben, die ich verwende, weil mir aufgefallen ist, dass es da oft große Unterschiede gibt. Du kannst mir mal schreiben, welche Produkte du für die Riegel verwendet hast. Vielelicht fällt mir was auf…

    Camilla
    Alle zutaten waren frisch gekauft. Hab die riegel genau nach rezept gemacht… mit 1 tl zimt. Dee großteil ist vom dm (alnatura), zimt von sonnentor, bio freilandeier… ich nehm nächstes mal nur die hälfte der masse und nehm weniger zimt.

    Gesendet von Julia Tulipan
    Hat es erst nach dem Backen bitter geschmeckt? Oder schon beim zusammenmischen?

    Sonst habe ich noch das Proteinpulver im Verdacht. Kannst du mir die Marke und Sorte schreiben? Dann kann ich mir die Zutaten anschauen. Manche verändern durch die Hitze ihren Geschmack.

    Camilla
    Beim zusammenmischen hab ich es nicht gekostet.

    Ist von van hees… milchprotein… hab es aber schon in einem anderen rezept verwendet… gleiche temperatur und dauer und es hat gut geschmeckt.

    Gesendet von Julia Tulipan
    Sonst kann ich dir auch nur raten es noch einmal zu versuchen und auf jeden Fall vorher abschmecken. Kochen ist manchmal wie ein Chemieexperiement.

    • Hallo Daniel,

      im Grunde hast du Recht, Molkeprotein ist ein Milchprodukt und deshalb nicht Paleo.

      Deshalb haben wir das Rezept auch LCHF (Low Carb High Fat) Protein Riegel genannt.
      (LCHF = Paleo + Milchprodukte). Viele vertragen tatsächlich keine Milchprodukte, aber ein gutes Molkeprotein von Freiland-Kühen die grasgefüttert sind ist oft sehr gut verträglich.
      Genauso wird deshalb oft in Paleorezepten Butterschmalz oder Butter verwendet, was streng genommen auch nicht Paleo ist.
      Als Alternative, wenn man aus gesundheitlichten Gründen auf Molkeprotein verzichten muss bietet sich Erbsenprotein an, das eine recht gute Amminosäuren Zusammensetzung hat.

  • {"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}
    >