In der ständigen Suche nach gesunden Alternativen zu herkömmlichem Zucker hat sich ein neuer Favorit herauskristallisiert: Allulose.

Dieser seltene Zucker, der Süße ohne negativen Auswirkungen bietet, hat in der Welt der Ernährungsbewussten und Diabetiker viel Aufmerksamkeit erregt. In diesem Artikel tauchen wir tief in das Thema Allulose ein, erläutern, was sie ist, wie sie hergestellt wird, welche Vorteile sie bietet und wie es um ihre Verfügbarkeit steht.

Was ist Allulose?

Allulose, auch bekannt als D-Psicose, ist ein seltener Zucker, der in der Natur nur in kleinen Mengen vorkommt, beispielsweise in Feigen, Rosinen und Ahornsirup. Chemisch gesehen gehört Allulose zur Familie der Monosaccharide und ist der Fructose sehr ähnlich.

Für alle die es ganz genau wissen wolle: Allulose ist ein C-3 Epimer von Fructose. Das heißt sie ähneln sich wie die rechte und die linke Hand. Allulose ist vereinfacht gesagt, der gute Zwilling der Fructose. Glucose und Galactose wären ebenfalls Epimere.

Der entscheidende Unterschied liegt jedoch in ihrer Metabolisierung durch den menschlichen Körper: Allulose wird nahezu unverändert ausgeschieden und trägt daher kaum Kalorien bei.

Herstellung von Allulose

Die natürliche Seltenheit von Allulose bedeutet, dass die Herstellung für den kommerziellen Gebrauch durch einen spezialisierten Prozess erfolgt. Die industrielle Produktion von Allulose basiert in der Regel auf der Umwandlung von Fructose aus Mais oder Zuckerrüben durch enzymatische Umwandlung. Dieser Prozess ermöglicht es, Allulose in größerem Maßstab herzustellen, sodass sie als Süßungsmittel in verschiedenen Lebensmitteln und Getränken verwendet werden kann.

Die Vorteile von Allulose

Glykämische Kontrolle
Einer der größten Vorteile von Allulose ist ihr minimaler Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und die Insulinreaktion. Das macht sie zu einer ausgezeichneten Wahl für Diabetiker oder Personen, die auf einen stabilen Blutzuckerspiegel achten müssen. Die Kombination von Allulose und Sucrose senkt die Blutzuckerwirkung und die Insulinausschüttung, im Verlgeich zu Sucrose alleine. 

Effekt von Allulose auf Insulin und Blutzucker im Verlgeich zu Haushaltszucker (Sucrose). Abbildung aus: 1 Au-Yeung, Fei, et al. (2023)

Kalorienarm

Mit nahezu null Kalorien (0,2 kca/ g) bietet Allulose eine Süße, die der von herkömmlichem Zucker sehr nahekommt, ohne die damit verbundenen gesundheitlichen Nachteile. Dies macht sie zu einem attraktiven Süßungsmittel für Gewichtsmanagement und kalorienbewusste Ernährungspläne.

Ungefährlich für Hunde

Allulose ist ungefährlich für Hunde. Während Birkenzucker (Xylit) shcon in kleinen Mengen für Hunde und Katzen tödlich ist, ist Allulose, zumindest für Hunde, ungefährlich. Für Katzen liegen keine Daten vor.

Mundgefühl und Geschmack

Im Gegensatz zu vielen anderen Zuckerersatzstoffen hat Allulose eine ähnliche Textur und Süßkraft wie herkömmlicher Zucker, was sie in der Lebensmittelherstellung besonders wertvoll macht, insbesondere bei der Herstellung von Backwaren und Süßigkeiten.

Allulose zeigt Effekte wie die Abnehmspritze und senkt den Blutzucker

Sicherlich hast du schon von dem neuen „Wundermitteln“ Ozempic oder Wegovy (Semaglutid) gehört. Diese Wirkstoffe werden aktuell für die Behandlung von Typ 2 Diabetes und Übergewicht verschrieben und sind die neue Cash-Cow der Pharmaindustrie. Das sind sogenannte GLP-1-Rezeptor Agonisten. Das heißt sie binden im Darm an den GLP-1 -Rezeptor und entfalten eine blutzuckersenkende Wirkung, senken die Glucagonsekrention und verminder dadurch die Glukoseabgabe durch die Leber (= Senkung der Glukoneogenese) und sendet Sättigungssignale an das Gehirn.

In einem gesunden Organismus wird diese Kaskade durch das Hormon Inkretin GLP-1 aktiviert. Inkretin wird normalerweise im Dünndarm gebildet. Bei Menschen mit Diabetes oder Übergewicht, scheint die Inkretinsekretion gestört zu sein. Somit kommen wir wieder zu der Grundidee hinter besagten Medikamenten, Ozempic und Co. Sie ahmen Inkretin nach und entfalten so ähnliche Effekte. Klingt erst mal toll, aber Vorsicht jedes Medikament kommt auch mit Nebenwirkungen.

Potenzielle gesundheitliche Vorteile von Allulose 

Einige Studien deuten darauf hin, dass Allulose neben ihrer Fähigkeit, den Blutzuckerspiegel zu regulieren, zusätzliche gesundheitliche Vorteile bieten könnte, einschließlich der Verbesserung der Fettverbrennung und möglicherweise sogar der Senkung des Risikos für bestimmte Krankheiten.

Allulose uns sein Effekt auf GLP-1

Allulose aktiviert die körpereigene Produktion von Inkretin. Das heißt, es ahmt nicht die Wirkung von Inkretin nach, wie das die Medikamente tun, sondern es bringt den Körper dazu, wieder selbst mehr Inkretin zu produzieren.

Studien konnten zeigen, dass Allulose die Freisetzung von Sättigungshormonen im Darm stimuliert, und zwar CCK, Glp-1 und PYY [i].

Unterdrückt die Bildung von Fett in der Leber

In einer Studie wurden Ratten 28 Tage lang mit 5% Allulose gefüttert. Die Ratten zeigten eine signifikante Reduktion der Fettsäurensynthese in der Leber. Andere Organe waren davon nicht betroffen. Die Ratten hatten weniger Bauchfett und weniger Fettbildung in der Leber, als die Vergleichsgruppe [ii].

Verfügbarkeit von Allulose

Während Allulose in den Vereinigten Staaten bereits breite Anerkennung gefunden und von der Food and Drug Administration (FDA) als sicher eingestuft wurde, steht ihre Zulassung in der Europäischen Union noch aus.

In Japan ist Allulose schon seit 2010 und in den USA seit 2016 zur Verwendung in Lebensmitteln zugelassen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat leider noch keine Zulassung erteilt.

Diese Entscheidung der EFSA ist nicht nachvollziehbar, im Hinblick auf die vielen Jahre Erfahrung aus den anderen Ländern und die gute Datenlage.

Noch weniger ist es nachvollziehbar, wenn wir mit unaufhaltsam steigenden Zahlen was Übergewicht und Diabetes betrifft, konfrontiert sind.

Ebenso nicht verständlich ist, dass man zwar einerseits eine Medikamentengruppe zulässt, die genau den gleichen Ansatzpunkt wählt. Aber nicht ein Lebensmittel, das möglicherweise ähnliche positive Effekte zeigt, aber ohne den Nebenwirkungen von Ozempic und Co [iii].

Wo kannst du Allulose kaufen?

Die Verfügbarkeit in Europa ist somit noch eingeschränkt. Aktuell können Verbraucher Allulose über das Internet in den USA direkt bestellen (zum Beispiel hier). Trotz dieser Hürden wächst das Interesse an Allulose weltweit, und es ist zu hoffen, dass auch in der EU die Zulassung von Allulose in naher Zukunft erwartet werden darf.

Fazit

Allulose steht an der Schwelle, die Welt der Süßstoffe zu revolutionieren. Mit ihren beeindruckenden Vorteilen, die von der glykämischen Kontrolle bis hin zum authentischen Geschmack reichen, bietet sie eine vielversprechende Alternative für alle, die den Zuckerkonsum reduzieren möchten, ohne auf Süße verzichten zu müssen.

Aber nicht nur das, Allulose zeigt positive Effekte auf Blutzuckerregulation, Insulinsensitivität, Hemmung der Fettbildung und gesteigerte Sättigung.

Während die Verfügbarkeit in bestimmten Regionen noch ein Hindernis darstellt, ist das wachsende Bewusstsein und Interesse an.

Die aktuell einfachste Möglichkeit Allulose zu bestellen ist über iHerb. iHerb ist eine Shopping Plattform, die sich auf Produkte aus den USA spezialisiert hat. iHerb übernimmt Transport und Zollabwicklung.

Hier kannst du Allulose kaufen

RxSugar, Allulose Sugar, Allulosezucker, 454 g  https://iherb.co/4qJFsB2K

Health Garden, Ganz natürlicher Allulose-Süßstoff, 397 g https://iherb.co/MXGs3CpJ

Literaturquellen

[i] Teysseire, Fabienne, et al. "The role of D-allulose and erythritol on the activity of the gut sweet taste receptor and gastrointestinal satiation hormone release in humans: A randomized, controlled trial." The Journal of Nutrition 152.5 (2022): 1228-1238.

[ii] Matsuo, Tatsuhiro, et al. "Dietary D‐psicose, a C‐3 epimer of D‐fructose, suppresses the activity of hepatic lipogenic enzymes in rats." Asia Pacific Journal of Clinical Nutrition 10.3 (2001): 233-237.

[iii] Iwasaki, Yusaku, et al. "GLP-1 release and vagal afferent activation mediate the beneficial metabolic and chronotherapeutic effects of D-allulose." Nature communications 9.1 (2018): 113.

Bildquellen:

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