Pauschal Nahrungsergänzungsmittel gänzlich abzulehnen ist genau so wenig sinnvoll wie einfach queer Beet alles einzunehmen was so am Markt erhältlich ist. Es gibt einige Mikronährstoffe, die einerseits sehr sicher von der Einnahme her sind, und auf der anderen Seite auch bei großen Teilen der Bevölkerung ein Mangel oder ein erhöhter Bedarf vorliegt. Zu diesen Mikronährstoffen gehört zum Beispiel Magnesium und die essenziellen Omega-3 Fettsäuren.
Letzten Endes gilt, nur was gemessen wird, kann auch man auch managen. Durch eine einfache Blutuntersuchung lassen sich die meisten Mikronährstoffmängel sehr leicht erkennen. Hierbei gilt es zu beachten, dass die Bestimmung der Mineralstoffe immer im Vollblut erfolgen sollte, denn die übliche Messung im Serum eignet sich nicht für alle.
Laborparameter zur Beurteilung des Mikronährstoff-Status:
- Direkte Messung von Vitaminen und Mineralstoffen im Vollblut (z.B. Magnesium, Selen).
- Messung mikronährstoffabhängiger Enzymaktivitäten
- Messung von Speicherproteinen (z.B. Ferritin als Marker für den Eisenstatus)
- Messung von Sekundärparametern, deren Konzentration von bestimmten Mikronährstoffen anhängig ist (z.B. Homocystein).
Vollblut vs. Serum
Im Gegensatz zur Serumdiagnostik werden bei der Analyse des Vollbluts auch die roten Blutkörperchen mit einbezogen. Dies ermöglicht eine verlässlichere Methode, um die tatsächliche Mikronährstoffversorgung in der Zelle selbst zu bestimmen. Extrazellulär, also außerhalb der Zelle, werden die Spiegel möglichst lange konstant gehalten. So kann zum Beispiel ein beginnender Magnesiummangel oft lange Zeit unentdeckt bleiben.

Bildquellen:
- Verteilung der Elemente in Blut und Plasma: Julia Tulipan

Kann ich den Vollbluttest in jedem Labor verlangen? Lg. Angela
Nein – das macht nicht jedes Labor. Leider.